
Leinenpflicht in Berlin
Berlin gilt als eine der hundefreundlichsten Metropolen Europas. Doch wer mit seinem Vierbeiner durch die Hauptstadt streift, merkt schnell: Das Regelwerk ist fast so komplex wie das S-Bahn-Netz. Seit Januar 2019 gelten in Berlin verschärfte Vorschriften, um das Miteinander von Mensch und Tier sicher zu gestalten.
Damit dein nächster Spaziergang entspannt bleibt und der Geldbeutel geschont wird, haben wir die wichtigsten Regeln für dich zusammengefasst
Wo gilt in Berlin Leinenpflicht für Hunde?
In Berlin herrscht grundsätzlich im gesamten öffentlichen Raum eine allgemeine Leinenpflicht. Das bedeutet: Sobald du die Haustür verlässt, muss dein Hund angeleint sein. Je nach Ort unterscheidet das Berliner Hundegesetz jedoch zwischen der „kurzen“ und der „langen“ Leine.
Aber es gibt eine Ausnahme. Mit dem Sachkundigennachweis, der hier zu beantragen ist, dürft ihr auch ohne Leine zusammen raus. Mehr dazu unten im Beitrag.
Die 1-Meter-Leine: Fokus auf Sicherheit
In Bereichen mit hohem Menschenaufkommen ist eine Leine von maximal einem Meter Länge vorgeschrieben. Das gilt für:
- Öffentliche Verkehrsmittel: Bahnhöfe, Busse, Tram und U-Bahn.
- Einkaufszonen: Fußgängerzonen und belebte Geschäftsstraßen.
- Menschenmengen: Auf Volksfesten, Märkten oder bei Veranstaltungen.
- Gebäude: In öffentlichen Gebäuden und Kaufhäusern.
Die 2-Meter-Leine: Mehr Freiraum im Grünen
In weniger dichten Gebieten darf die Leine bis zu zwei Meter lang sein. Dies gibt deinem Hund die Möglichkeit, die Umgebung zu erkunden, während du trotzdem die Kontrolle behältst. Diese Regel gilt in:
- Grünanlagen und Parks.
- Waldflächen (die nicht als Auslaufgebiet markiert sind).
- Uferwegen entlang von Kanälen und Flüssen.
- Kleingartenkolonien und auf Campingplätzen.
Wichtig: Achte auf die Beschilderung vor Ort! An manchen Orten, wie etwa Kinderspielplätzen oder bestimmten Badestellen, gilt ein generelles Hundeverbot. Hier darf dein Hund auch angeleint nicht mitgeführt werden.
Hundefreilaufflächen: Wo gibt es in Berlin Gebiete ohne Leinenpflicht?

Hundeplatz Rummelsburg in Lichtenberg
- Eingezäunt

Modersohnstraße/Revaler Straße
- Eingezäunt

Hundespielplatz an der Malche
- Eingezäunt

Hundeauslaufplatz Fennpfuhl in Lichtenberg
- Eingezäunt

Hundeauslauf Märkisches Viertel / Wilhelmsruher Damm
- Eingezäunt

Hundegarten am Schäfersee
- Eingezäunt

Hundeplatz Kienhorstpark Alt-Reinickendorf
- Eingezäunt

Hundeauslaufgebiet Hohenschönhausen
- Eingezäunt

Hundegarten Moabit
- Eingezäunt
- Kostenpflichtig

Hundeauslauf im Park am Gleisdreieck
- Eingezäunt

Hundeauslaufgebiet Blankenfelde auf dem Feld

Freilauffläche für Hunde Am alten Walzwerk in Henningsdorf
- Eingezäunt

Hundewiese Finkenkrug
- Eingezäunt

Hundeauslauf Bayrisches Viertel
- Eingezäunt

Hundeplatz Nauen
- Eingezäunt
- Kostenpflichtig

Inselhunde Schöneberg
- Eingezäunt
- Kostenpflichtig

Hundeplatz Volkspark Wilmersdorf
- Eingezäunt

Hundewiese II Tempelhofer Feld (Südost)
- Eingezäunt

Hundewiese III Tempelhofer Feld
- Eingezäunt

Hundewiese I Tempelhofer Feld (Ost)
- Eingezäunt

Hundeauslauffläche Volkspark Anton Saefkow
- Eingezäunt

Hundewiese Bernau Ladestraße/Schwarzer Weg
- Eingezäunt

Großer Tiergarten

Hundeplatz Steinbergpark
- Eingezäunt

Hundewiese im Volkspark Jungerfernheide
- Eingezäunt

Hundeauslaufgebiet Jungfernheide
Wer seinem Hund in der Hauptstadt echten Freilauf gönnen möchte, muss die offiziellen Hundeauslaufgebiete kennen. Denn während im restlichen Stadtgebiet die strikte Berliner Leinenpflicht gilt, sind diese speziell markierten Zonen die einzige Ausnahme für ein Toben ohne Leine.
Berlin bietet über das gesamte Stadtgebiet verteilt eine Vielzahl dieser Flächen an – von riesigen Waldarealen bis hin zu kleineren, eingezäunten Hundewiesen in den Innenstadtbezirken.
Wichtig für Halter: Nur innerhalb der Beschilderung darf die Leine in die Tasche. Sobald du die markierte Zone verlässt, greift wieder die allgemeine Vorschrift. Wer den sogenannten Berliner Hundeführerschein besitzt, genießt zudem in einigen unbelebten Bereichen zusätzliche Freiheiten – doch Vorsicht: In Parks, Wäldern und Naturschutzgebieten bleibt die Leine für alle anderen Pflicht.

Gassirunde im Hundefreilauf Pichelswerder
- 1 - 1,5 h
- 4,3 km
Kurze Feierabendrunde am Hundeauslaufgebiete Kladow
- 0,5 - 1 h
- 3.1 km

Hundestrand Stoessensee Spandau
- Sandstrand
- Eingezäunt
Kurze Feierabendrunde am Hundeauslaufgebiete Kladow mit Panoramablick
- 0,5 - 1 h
- 4.3 km

Hundewanderung im Freilaufgebiet Wannsee Düppel
- 2 - 3 h
- 5,9 km
Ruhige Waldrunde in Hundeauslaufgebiet Hakenfelde
- 0,5 - 1 h
- 3.7 km

Kurze Gassirunde im Hundeauslaufgebiet Jungfernheide
- 0,5 - 1 h
- 1,7 km
Kurze Feierabendrunde am Berlin
- 0,5 - 1 h
- 3.1 km
Befreiung von der Leinenpflicht für Hunde in Berlin möglich
Wusstest du, dass die allgemeine Leinenpflicht in Berlin nicht für jeden gilt? Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du eine Befreiung von der Leinenpflicht beantragen. Mit dieser Sachkundebescheinigung in der Tasche darf dein Hund auf unbelebten Straßen, Plätzen und Brachflächen ganz legal ohne Leine laufen.
Wer gilt als sachkundig?
Um die Befreiung zu erhalten, musst du nachweisen, dass du deinen Hund sicher im Griff hast. Das funktioniert über drei Wege:
Die Sachkundeprüfung: Du absolvierst eine theoretische und praktische Prüfung bei einem zertifizierten Prüfer.
Langjährige Erfahrung: Du hast in den letzten fünf Jahren mindestens drei Jahre lang ununterbrochen und ohne Beanstandungen einen Hund gehalten (Nachweis über den Steuerbescheid).
Berufliche Qualifikation: Tierärzte, Diensthundeführer oder zertifizierte Hundetrainer gelten automatisch als sachkundig.
Die „Bestandsregelung“: Ein Bonus für alte Hasen
Ein wichtiger Punkt für langjährige Berliner Hundehalter: Wenn du deinen Hund bereits vor dem 22. Juli 2016 gehalten hast, bist du von der allgemeinen Leinenpflicht befreit. Als Nachweis dienen hier einfach die Haftpflichtpolice oder der Hundesteuerbescheid.
Was du für den Antrag brauchst
Möchtest du die Befreiung offiziell beantragen, fordert das zuständige Ordnungsamt folgende Unterlagen von dir:
Identifikation: Ein aktuelles Foto von dir und die 15-stellige Chipnummer deines Hundes.
Versicherung: Den Nachweis einer gültigen Tierhalterhaftpflichtversicherung.
Details zum Hund: Rasse, Geburtsdatum und die Widerristhöhe (Schulterhöhe).
Besonderheiten bei Listenhunden
Für sogenannte „gefährliche Hunde“ (Listenhunde) gelten strengere Regeln. Hier ist die Befreiung von der Leinenpflicht nur im Einzelfall und meist nach einem bestandenen Wesenstest möglich.
Kostencheck: Die Gebühren für die Erteilung der Sachkundebescheinigung liegen je nach Aufwand und Art der Prüfung meist zwischen 41,00 € und 164,00 €. Ein Investment, das sich für die gewonnene Freiheit beim täglichen Spaziergang jedoch schnell bezahlt macht!


